Ein Schritt in den Wald
Ein Schritt in den Wald …. Dein Schritt in den Waldbaden
Raus aus dem Alltag und hinein in den Wald, ab ins Grüne
Das Rauschen der Blätter, die Duftstoffe der Bäume,
der Vogelgesang und das Bachgeplätscher heilen den Menschen und stärken seine Gesundheit.
Der Blutdruck sinkt, der Puls verlangsamt sich,
und die Konzentration des Stresshormons Kortisol nimmt ab.
Unser Denkapparat entspannt sich, das Hirn wird wieder frei.
Der Wald stärkt unser Immunsystem und schützt sogar vor Tumoren.
Dies sind Dinge, die wir inzwischen wissen und wahrscheinlich den meisten bewusst sind.
Für mich ist der Wald auch ein Ort, wo ich ganz für mich hineingehe,
in der Stille, geschieht dort oft etwas das ich nicht wirklich erklären kann.
Es gibt viele solcher Orte, und sicher kennst auch Du so einen Ort,
doch der Wald ist hier ganz besonders.
Viele Menschen betreten den Wald heute wie einen Park:
Sie gehen spazieren, laufen eine Runde, hören vielleicht Musik über Kopfhörer oder unterhalten sich.
Der Wald wird zur Kulisse.
Doch der Wald ist viel mehr, wenn wir uns einmal wirklich darauf einlassen.
Er ist ein Raum, wo wir zu 100 % wir selbst sein können.
Ein Ort der Begegnung, zuerst zu uns selbst,
dann zur Natur, und schließlich zu allem, was da ist.
Wenn wir beginnen, still zu werden, langsamer zu gehen, aufhören zu „tun“ und einfach nur da sind, passiert etwas.
Einmal niederlassen, auf dem Waldboden, verändert schon etwas.
Die Augen schließen, den eigenen Körper in dieser Stille beobachten, ruhiger werden, alles vergessen, was uns stresst.
Den Boden unter dem Po spüren, den Baum am Rücken fühlen.
Nach und nach mit den Händen den Waldboden berühren.
So kommen wir Schritt für Schritt im Hier und Jetzt an.
Dann öffnen wir ganz langsam die Augen, bleiben auf dem Boden, bleiben in der Stille,
und plötzlich wird der Wald lebendiger, oder anders, wir nehmen ihn intensiver war
Wir hören das Rascheln der Blätter, riechen den Duft der Erde,
spüren den Wind auf der Haut – intensiver als je zuvor.
Der Wald spricht nicht zu unserem Verstand, sondern zu etwas Tieferem in uns,
das wir vielleicht gar nicht zuordnen können, aber wir spüren, dass es uns unglaublich gut tut.
Haben wir nicht längst unsere Verbindung verloren?
In unserer heutigen Welt leben viele Menschen in einer Geschwindigkeit,
die kein Raum für bewusste Wahrnehmung lässt.
Termine, Verpflichtungen, digitale Reize, wir sind ständig beschäftigt,
erreichbar, und unser Hirn läuft rund.
Je mehr wir im Kopf leben, desto weiter entfernen wir uns von unserer eigenen Natur.
Viele spüren diese Entfremdung, auch wenn sie sie nicht benennen können:
eine innere Unruhe, ein Gefühl von Leere, das Gefühl, nicht mehr ganz bei sich zu sein.
Die KI, die jetzt immer stärker in unser Leben kommt, überholt uns in einem Tempo, das kaum noch greifbar ist.
Sie ermöglicht uns, vieles schneller zu erledigen.
Doch wir haben jetzt, gerade auch dadurch, auch eine große Chance, wieder mehr zu unserem
eigentlich MenschSein zu finden
Doch genau hier kann der Wald ein großer Unterstützer sein.
Weil er uns erinnern kann,
wenn wir uns öffnen, erinnert er uns daran, dass wir ein Teil der Natur sind.
Waldwahrnehmung ist für mehr als zu durchwandern, joggen, oder mit Rad durch zu flitzen.
Es geht für mich ums wahrnehmen,
zuerst mich selbst, meinen Körper, meinen Atem, mein Herz, kleine Signale – ein Zwicken, ein Jucken, Wärme, Kälte – verbunden mit innerem Frieden und Dankbarkeit.
Schon nach kleinen Achtsamkeitsübungen beginnt sich unser Blick zu verändern.
Wir sehen plötzlich Dinge, die wir vorher übersehen haben:
die Struktur einer Baumrinde, ein besonderes Stück Holz,
das Spiel von Licht und Schatten.
In dieser Aufmerksamkeit beginnt etwas Neues:
Das Unsichtbare wird spürbar.
Viele Menschen erleben in solchen Momenten etwas sehr Berührendes:
Sie fühlen sich wieder verbunden.
Mit der Natur, mit dem Moment, und mit sich selbst.
Denn letztlich erkennen wir im Wald eine Wahrheit:
Wir sind selbst Teil dieser Natur.
So nehmen wir plötzlich kleine Schätze aus dem Wald wahr:
ein Stück Holz, eine besondere Form, ein Ast, der eine Geschichte erzählt.
Vielleicht entdecken wir sogar ein scheinbares Wesen im Unterholz.
Die Natur wird sichtbar – und gleichzeitig ein Teil von uns.
Ich möchte ein Türöffner sein.
Ein Türöffner für Menschen, die den Wald vielleicht schon lange kennen,
ihn aber noch nie wirklich erlebt haben.
Ein Türöffner für Menschen, die spüren, dass ihnen etwas fehlt.
Ein Türöffner für die Erfahrung, dass der Weg zu uns selbst oft viel einfacher ist, als wir denken.
Manchmal beginnt er mit einem einzigen Schritt:
Ein Schritt in den Wald.
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Danke für deine Zeit,
diesen Beitrag zu lesen.
Bernhard
Text & Bericht: Bernhard
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